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University of Illinois Library

L161—H41

GRIECHISCHE TEMPEL

Auswahl nach Aufnahmen des kunstgeschichtlichen

Seminars mit einer Einleitung von Paul Ortwin Rave

Mit vorliegendem Bande seen wir eine Reihe von Büchern fort, mit denen die in Marburg sich sammelnde Arbeitsgemeinschaft durch eine Auswahl des Besten geschlossener Kunstkreise dem deutschen Volk ein Geschenk zu machen hofft. Mit wenig Worten, im Bilde durch Aus- wahl und Anordnung sprechend, sollen diese veröffentlichten Werke dem Unkundigen sich zur Freude eröffnen, dem Kundigen auch für seine Kenntnis etwas bieten. Wenn auch äußer- lich der Zugang leicht gemacht wird zu dieser künstlerischen Welt, die noch aus den Trümmern gottgeweihter Denkmäler griechischer Baukunst zu uns spricht, so beruht das auf selbstloser Hingabe oben genannter Gemeinschaft und auf der Begeisterung des dieser Gemeinschaft be- freundeten Autors. Beide wünschen nun auch dafür nichts anderes als Hingabe.

1924 Verlag des kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Marburg a.L.

viechische Tempel ein Klang und Bild taucht auf aus der ruhmvollsten, kühnsten und

fruchtbarsten Zeit menschlicher Gesittung. Nie wieder im Leben aller Völker trafen gleich glückliche Bedingungen zusammen, um eine Kunstblüte von jener unwandelbaren Schönheit zu ent- falten, wie es in den wenigen Jahrhunderten griechischer’Geschichte geschah. Als wehrhafte Völker- schaften mit der Frische unverbrauchter Jugend vom Norden her eindringend nahmen die griechischen Stämme die Küsten und Inseln des ägäischen Meeres in Besitz, jene Landschaften, deren köstliches Geheimnis besteht in der Mischung der leichten hellen Atmosphäre eines Südlandes mit dem würzig- herben Duft einer reichen Pflanzenwelt und dem kräftigen Lufthauch von Meer und Hochgebirg, die das Gemüt froh, den Verstand klar, die Sinne rege macht. Ohne von dem Glanz der Landschaft aufgesogen zu werden, wie so viele nordische Völker früher und später, brachten diese Stämme hier erst ihr Eigenstes zum Blühn. Stets und jedem unmittelbar nah ward die Gunst der Stunde empfunden, die das Augenblicklich-Gegenwärtige mit Lust ergreifen läßt. Nirgends ist der Trieb, plastisch- körperhaft zu begreifen und zu gestalten so stark gewesen wie dort, wo selbst der Staat im fühlbar nahen Beieinander der Bürger einer jeweils faßbar umgrenzten Polis zusammengeschlossen war, wo die Bindung des Gemeinwesens um die sichtbarste und edelste Körperlichkeit als Spiegelbild der Götterbildung vorhanden war, und wo die Götter, nachdem sie in den zu Mythen verdichteten Kämpfen die dumpfen und triebhaften chthonischen OGottheiten verdrängt hatten, als leibhafte Gott- gestalten vereint waren. Nirgends anderswo konnten die Heiligtümer derartiger Götter in dieser einmaligen Grundbildung des griechischen Tempels geschaffen werden wie dort, wo sich der aus- dauerndste Formtrieb verband mit dem flammenden Feuer schöpferischer Besessenheit, der unver- brüchliche Ernst des Götterglaubens mit dem vergöttlichenden Strahl der Leidenschaft zum Helden.

Die Anfänge des griechischen Tempelbaus wurzeln in der Urgeschichte menschlicher Wohn- stätten. Sobald der Steinzeitmensch seine schüßenden Felshöhlen verlassen hatte und nicht mehr muldenförmige Erdgruben aushob, runde Reisighütten absteckte oder Pfahlbauten ins Land rammte, schichtete er das viereckige Steinhaus auf. Immer ist es der einfache Einraum, mit dem das Bauen beginnt. Ihn als den Kern des Hauses umgaben später die Gänge, Höfe, Hallen. In den Zwing- burgen der ägäischen Fürsten aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend zu Mykenä Tiryns Troia beherrschte dieser zum regelmäßigen Rechteck verfestigte Ur-Raum als stattlicher Männersaal, das Megaron Homers, die Mitte der Anlage. Im Gegensat zu den kretischen Palästen, in denen die Baugewohnheit der mit ihren Zelten einen Binnenhof umhegenden orientalischen Nomadenvölker ausgebildet worden war, bleibt das mykenische Megaron in seiner starren Grundform des länglichen nur an einer Schmalseite geöffneten Kastenbaus unverändert erhalten. Dort eine kaum übersehbare Gruppierung von Gemächern und Kammern wie bei einem vielmaschigen Ne&, ein unbeschränktes Aneinanderhäufen und raumzerteilendes Verschachteln mannigfacher Gebäude für die aufwendige schwelgerische Hofgesellschaft, die Ritterkämpfe nur noch als Schauspiel genoß. Hier strenge Be- tontheit des einzelnen, oft im unverbundenen Nebeneinander gleichartiger Bauten.

Diese Grundhaltung einer gehaltenen in sich versammelten Baugesinnung durchdauerte den Zusammenbruch der ägäischen Kultur. Aus den ersten Jahrhunderten nach der dorischen Wanderung, dem Beginn der griechischen Geschichte, finden sich als die Temene der Gottheiten geweihte und umhegte Pläte ohne Haus, in abgesonderter Vereinzelung und abgeschlossen gegen die Landschaft. Früheste Heiligtümer zeigen die umkreisenden und geballten Kurven ei- und hufeisenförmiger Grundrisse. Der neu in die Geschichte eintretende Stamm hielt zäher an urtümlichen Bräuchen fest, als die in kretischer Gesittung aufgegangenen Achaier, die Erbauer der mykenischen Burgen. Vorzeitliche dumpfe Kulturen mögen ihre Baugewohnheiten fortgeführt haben, in denen das aus Erdgrube und Höhlenbau entstandene Langrund der Urhäuser noch nicht vergessen war. Der Blutopferdienst der Unterirdischen schuf sich seltsame und rätselhafte Heiligtümer, von denen durch die erhellteren dorisch-griechischen Jahrhunderte und die römische Zeit hindurch vielleicht die Fäden weitergehen zu den frühesten christlichen mit Nischen abschließenden Saalbauten. ÖOrgiastische Kulte verlegten ihren Weiheort fern von den Städten in unheimliche Landschaften, und die eleusinische Kirche hielt ihr geheimes nächtliches Schauspiel, das den teilnelımenden Gläubigen die Weihe des Diesseits und ein bußeloses Sein in der Unterwelt zusicherte, in verschlossenen vielschiffigen Säulensälen ab.

Aber nicht der Kult der chthonischen und weiblichen Gottheiten führte den Anstieg zur hellenischen Höhe hinauf. Die legte Wendung im Griechischen gab die Gründung des Apolldienstes: Die Verehrung der vollkommenen, kriegerischen, jugendlich-männlichen Erscheinung, welche die übrigen Kulte mitzog und sich anwandelte. Die zu sinn- und gottbildlichen Gestalten erhobenen Heroen, die Folger und Seinsträger Apollons in den einzelnen Stämmen, Geschlechtern und Stadt- staaten, waren es, die aus ihren Heiligtümern der Temene in die Megara einzogen und so mit ihren

Kultzellen das Erbe der mykenischen Fürstensäle übernahmen. Einräumig öffneten sie sich wie diese in einer Vorhalle mit zwei Säulen zwischen den Stirnwänden, und oft entsprach dieser Vorhalle eine aus dem Öefühl für die Gegengleichheit des Baues erwachsene gleichartige Hinterhalle, doch olıne Zugang zur Hauptzelle, höchstens zu einem besonderen Hinterhaus für die Weihgeschenke. Der fensterlose Raum wahrte das Öötterbild, welches in vielen Tempeln durch das der aufgehenden Sonne zugewandte Tor geheimnisvoll drohend und sänftigend herausleuchtete. Aber das glattwandige Gehäuse für das kostbarste Bild sollte noch feierlicher über Pla und Stadt erhoben werden, als man es rings mit Stüßen umstellte, Gebälk und Giebel des ausladenden flachen Daches zu tragen. Zwei einander fremde Baugedanken, festgegründetes Steinhaus und lockerer Kranz von Holzstüßen, gingen so einen Bund ein, dessen steingewordenes Ergebnis, der großartige Ringhallentempel, zum erhabensten Zeugnis der von gottzudrängender Leidenschaft erregten Seele eines auserwählten, an Zahl kleinen Volkes werden sollte.

Doch die Entfaltung des Zellenheiligtums zum vollendeten Ringhallentempel bleibt aus den Funden bloß zu erraten. Die weitgestellten Untersäße für Holzsäulen am uralten argivischen Heraion unweit Mykenä können nur ein hölzernes Gebälk getragen haben. Balkensäulen umstanden auch die Zelle des Apollontempels zu Thermos, und der spätgriechische Reisende Pausanias hat noch die legte Holzstüge zwischen den Säulen des olympischen Heratempels gesehen. Die ansehnlich erhaltenen ältesten Tempelreste im Mutterland weisen freilich schon auf einen durchaus in Stein gedachten Bau: sieben stroßend schwere Säulen von erdrückender Wucht samt dem lastenden Säulenbalken ragen vom Heiligtum des Apollon einsam am Fuß von Akrokorinth in die Ebene, männlich und streng wie die frühen, Jugend und Kraft verherrlichenden Standbilder auf den Gräbern des Landes.

Unerhört ist der Ernst, mit dem fortan das eine Ziel erstrebt wird, Höhen- und Breiten- maße von Säulenhalle und Zelle in ein glückliches Verhältnis zu bringen. Man spürt das Ringen, vom ungefüg Massigen, breit Gelagerten, kloßig Schweren den Weg zu finden zum lebendig Ge- gliederten und blühend Gewachsenen. Die weiträumigen Hallen der Frühzeit, in denen der Kernbau der Zelle noch unverfestigt schwimmt, haben mit ihren bauchig geschwellten Säulenschäften und auskragend platten Köpfen etwas von athletischem Troß, mit dem sie das gewaltige Steingebälk und Giebeldach tragen. Aber stetig nähern sich die Formen ihrer vorbildlichen, in der Maßschönheit beruhenden Vollendung. Stüße und Last werden auf das Sorgsamste zueinander ausgewogen, sodaß ihre Gegensäßlichkeit schließlich zur klangvoll ausgeglichenen Einheit wird: Das Gebälk lastet nicht mehr, sondern ruht als eine die Stüßen zusammenbindende Bekränzung, und der Giebel senkt flach auslaufend seine Flügel, um das anstrebende Drängen der Säulen zurückzuweisen in die beruhigte Form des einfachen Seins. Zugleich wird die markig-kraftvolle Schwellung der Säulen straffer ge- spannt zu federnder Biegung des Umrisses, die Kapitelle veredeln sich sinnvoll, und die Hallen er- heben sich auf drei mächtigen Stufenschichten, die den Tempel wie ein heiliges Weihgeschenk, der Erde und dem Diesseits breit aufgelagert, den Himmlischen darbieten. Im Unterbau liegt schon das Grundverhältnis für den gesamten Aufbau beschlossen, wobei gewissen Gottheiten bestimmte Raum- körper eigen sind, den männlichen gedrungenere als den weiblichen, wie, nach heutigen Zahlwerten, 2:5 dem Apollon, 5:11 dem Zeus, 3:8 der Hera. Die griechischen Baumeister gingen nicht vom Einzelnen aus, sondern vom unmittelbar sinnlich wirkenden Raumganzen und bestimmten vom Öe- samtkörper aus Größe der Zelle, Weite der Hallen, Abstände der Joche und schließlich Bildung des Kleinsten. Indem selbst die Abmessungen jedes einzelnen Baugliedes ja Quaders in ihrer Einfügung abhängig gemacht werden von den Grundzahlen als den Urformeln hieratisch-kultischer Bedeutung, gibt die Baugesinnung hier den Grundzug antiken Denkens zu erkennen, das zunächst ein einmaliges und endgültiges belebtes All in sphärisch-sinnlicher Bildhaftigkeit erfaßt und alles einzelne Gewordene, selbst Form und Zusammenhang der Erscheinungen, Ausstrahlung jenes ersten göttlichen Alls sein läßt.

Solch strenger und einer erhabenen Oese&mäßigkeit verpflichteter Bauwille mußte zur Ausbildung unbedingt herrschender Stileinheiten führen. Die heilige Nüchternheit der dorischen Bauart se&te sich früh mit entscheidender Gewalt durch, der gegenüber die vom Asiatischen durch- setßte Baukunst der loner, Lesbier und Aeoler erst nach der Blüte der Dorik von gleicher Geltung wurde. Nebeneinander steht klar und unmittelbar die schwere Gedrungenheit und gesammelte Kraft der Dorik und die bewegliche Leichtigkeit und Üppigkeit der lonik. Die dorische Säule, erd- gebunden sich aufstemmend, stärker geschwellt und heftiger verjüngt als die schlanke ionische, mit scharf aneinandergekanteten Riefeln wie bei einem starren Körper mit geschliffenen Flächen, vermittelt nur durch derben Wulst und schlichte Platte zur wagrecht auflagernden Last des glatten Säulen- balkens, der taktmäßigen Wechselreihe von Schlißblöcken und Stirnfeldern darüber und des Kranz- gesimses. Die ionische, geschmeidig auf ihrem formvollen, in der Frühzeit gar saftigen Säulenfuß

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hochschnellend, tragwillig ohne den Ausdruck der Anspannung, die Riefeln später getrennt durch Siege, als ob ein Pflanzenstengel gefurcht sei, leitet durch einen kunstvollen Knauf zum reich ver- zierten und wohl mit durchlaufendem Flachbildwerk versehenen Gebälk über. Der Knauf, entwickelt aus der Bemalung des Sattelholzes mit Schneckenmustern über einem Blattkranz, wirkt wie ein beiderseits aufgerolltes Polster, sodaß Schmalseiten den eigentlichen Schauseiten untergeordnet wurden und für die Tempelecken die Lösung erschwert ward. Eben dadurch gibt sich das Gepräge der lonik zu erkennen: sie war gedacht als lockernde Gliederung einer Wandschicht, als flächenbelebender Schmuck, wobei das schöne Einzelne bedeutsamer erscheint als das Gesamt, die Sonderkunstform wichtiger als das Ganze im Zusammenhang aller Teile miteinander. Die Dorik dagegen formte Körper, nicht um dem menschlichen Auge zu gefallen, sondern um durch das körperhafte Sein von Säule, Block und Platte die Furcht vor dem Öestaltlosen zu besiegen und durch die gesammelte verdichtete Spannung eines knapp bemessenen Raumes der vom Öott erfüllten und durchlebten Zelle das Gegengewicht zu halten der Unbegrenztheit des Raumes, ihm Achse und Sinn erst zu geben. Dort sinnlich-empfindsame Zierlust und vornehme Pracht, hier eine feierliche, die Geseße des Stoffes bewältigende Würde, die dem Hause des zwingenden, furchtweckenden und versöhnenden Öottes gebührt.

Zugleich mit dem Zurückdrängen der drohenden Überschwemmungen durch fremde Völker, seit dem Siegjahr von Salamis und Himera (480) über Perser und Karthager, das den Öriechen die stolze Bewußtheit ihres Selbstwertes und ihrer Überlegenheit über die Barbaren gab, se&te die klassische Zeit ihrer Kunst ein. Am Fuß des Kronoshügels zu Olympia im umhegten Bezirk der Altis erhob sich der größte aller griechischen Tempel auf dem Festlande, der des olympischen Zeus, dessen ge- stürzte Säulentrommeln und Quader noch im Durcheinander das Gewaltige des Baues ahnen lassen. Hier war es, wo allvierjährlich bei den pan-hellenischen Kampfspielen die Städte und Stämme mit ihren Besten im Dienst des dorischen Öottes wetteiferten zur steten Erneuerung der griechischen Einheit, des geheimen Quells des hellenischen Wunders. Die groß-sinnigen Bauaufträge eines Mannes wie Perikles in Athen sollten nicht seinen, sondern seines Staatswesens Ruhm verewigen. Die Krönung des von ihm aufgestellten Gesamtplanes für die athenische Hochburg, der die Festung in einen Festpla verwandeln sollte, der Tempel der unnahbaren Athena, der Parthenon, kann gelten als In- begriff und Vollendung der griechischen Baukunst. In dem ruhenden schwingenden Gefüge dieses Baues lebt der ganze Gehalt von Diesseits-Freude und südlicher Sonnenglut, das menschlich-gött- liche Gleichgewicht der hellenischen, von einer elementaren und dabei gebändigten Sinnlichkeit er- füllten Seele, die volle apollinische Klarheit einer gelassenen und würdedurchdrungenen Weltschau, eine Hoheit, die überwältigt und zugleich unendlich beglückt.

Die in sich beschlossene Reife der Klassik schließt den einen Höhepunkt der Menschenalter hindurch erstrebten Lösung ein, deren Schicksal entweder Erstarrung oder Auflockerung ist. Dem regen Oeist der Öriechen, feindlich allem Starren und Toten, blieb nur der Weg zur lebendigsten Bewegung und zum schöpferischen Reichtum. So hebts im Parthenon schon an, wenn nachgiebige Schräge und biegsame Linie das einfach Lot- und Wagrechte mildern in leichter Neigung von Säulenreihe und Zellenwand und Schwellung des Stufenbaues zur Mitte hin: der ganze Tempel atmet, klingt. Und schon wird, neben dem Parthenon, kein,Menschenalter später ein Bau möglich wie das Erechtheion, das zugleich die altehrwürdigen Götterwahrzeichen des Poseidon Erechtheus und der Athena auf der Akropolis umhegen sollte. Stets waren bisher auch zwei Ööttern geweihte Tempel als unbedingt einheitliche Baukörper in schlichter Größe und Ganzheit gedacht, nun im ersten Anflug der Spätklassik scheut man nicht, das Heiligtum aus mehreren Einzelteilen zusammenzusegen. Beim Mangel an innerer Einheit sind die Ansichten mannigfach und voller Abwechslung, und die Formung des Einzelnen, wie des kleinen ausseitigen Treppenhauses mit den berühmten Mädchengestalten, ist köstlich und überraschend erfunden. Die gewählte Formschönheit der lonik feiert hier ihren Triumph, wo man, echt attisch, lockernde Verfeinerung und bezaubernde Zierlichkeit wollte, statt Einfalt reiz- vollen Reichtum. Auch die Verwendung verschiedener Stilartten am selben Bau, wie erstmalig am Prachttor zur Akropolis, bezeugt die Änderung des Sinns, die Liebe für lebhafte vielfältige Fülle: am Apollontempel zu Phigalia, von dorischen Ringhallen umgeben, gliedern nischenbildende Wand- zungen ionischer Bauweise innen die Zellenwände, und zwei Säulen in der neuerdachten korinthischen Ordnung standen im Innern vor dem Allerheiligsten. Der Weg war nun bereitet für die zahllosen Bauaufgaben der hellenistischen Zeit, die Jahrhunderte hindurch das reiche Erbe in ihrer Weise neu und oft großartig verwaltete, bis die hellenistische Gesinnung einmündete in den großen Strom der neuen Bauweise: der des römischen Imperiums.

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Korinth, Apollontempel von Nordwesten.

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Aegina, Aphaiatempel von Norden.

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Aegina, Aphaiatempel, Kapitelle und Gebälkreste.

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Athen, Parthenon von Nordwesten.

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31. Poseidon-Tempel am Kap Sunion. Südostecke.

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36. Athen, Propyläen der Akropolis, Burgseite.

Athen, Propyläen der Akropolis von Südwesten.

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Athen, Propyläen der Akropol

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39, Athen, Akropolis, Propyläen, Decke der Mittelhalle.

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42. Athen, Akropolis, Nordhalle des Erechtheions von Osten.

43. Athen, Akropolis, Nordhalle des Erechtheions, Eckkapitell.

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Athen, Akropolis, Nordhalle des Erechtheions, Nordostecke, Kapitelle und Gesims.

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ins Schiff von Süden.

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Phigalia, Apollontempel, Inneres von Norden.

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50. Phigalia, Apollontempel, Inneres der südl. Vorhalle.

51. Phigalia, Apollontempel, Blick von der Zella durch den östl. Eingang.

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Lykosura, Tempel der Persephone.

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Athen, Olympieion von Osten.

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Athen, Olympieion von Südosten.

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60. Athen, Olympieion von Westen.

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